SP Dietikon

SP Dietikon

 

Die SP Dietikon steht ein für eine offene, solidarische Gesellschaft. Wir suchen das Miteinander, nicht die Ausgrenzung.

 

Unser Wahlprogramm 2022 zeigt auf, mit welchen Themen wir uns beschäftigen:

 

Stadtentwicklung
Dietikon wächst, es entstehen neue Quartiere und ältere verändern sich. Diese Veränderungen müssen wir mitgestalten: Bestehende Quartierzentren sollen belebt, neue Quartierzentren aufgebaut werden.
Der Aussenraum muss für Jung und Alt attraktiv gestaltet werden. Dazu braucht es gut ausgestattete Spiel- und Sportplätze, Naherholungsgebiete und soziale Zentren. Bestehende Orte, so etwa der Chrüzacher, der Skaterpark, die Grunschen oder das Stadtzentrum, müssen weiterhin gepflegt werden.
Das Kronenareal ist Dietikons historisches Herz. Es soll aufgewertet werden und zu einem aktiven und pulsierenden Zentrum werden.

 

Wohn- und Bodenpolitik
Unsere Baupolitik setzt auf eine gute soziale und demographische Durchmischung. Dazu gehören
·      eine hohe Bauqualität.
·      eine gute Ökobilanz.
·      das Schaffen von Freiräumen.
Wenn immer möglich soll die Stadt Land erwerben. Nur so kann bei Verhandlungen Realersatz geboten oder bei Arealentwicklungen mitgeredet werden. Ausserdem können wir besser reagieren, wenn Land für öffentliche Infrastruktur wie eine Schule gebraucht wird.
Die städtische Wohn- und Bodenpolitik soll in der Gemeindeordnung verankert werden.

 

Verkehr
Dietikons Verkehrspolitik muss moderner werden. Wir fordern:
·      flächendeckend Tempo 30 in allen Quartieren.
·      die Vermeidung von Schleichverkehr. Autos sollen, wenn immer möglich, auf die Hauptachsen geleitet werden.
·      bessere Velowege.
·      eine stärkere Priorisierung des Velos bei Planungen.
Damit die Bevölkerung sich mit der Limmattalbahn anfreundet und sich die Bahn schnell ins Stadtbild einfügt, sollen entsprechende Massnahmen entlang der Linienführung getroffen werden.

 

Klima
Dietikon muss sich einsetzen, dass die Klimaziele 2050 erreicht werden. Dafür sollen
·      auf städtischen Neubauten, wenn immer möglich, Photovoltaik Anlagen installiert werden.
·      bestehende Anreize für Hauseigentümer*innen ausgebaut werden.
·      Anreize für Mieter*innen geschaffen werden. Zum Beispiel, indem ein Teil der Mehrkosten für ein Ökostrom-Paket übernommen wird.
Gleichzeitig müssen die Auswirkungen des Klimawandels abgefangen werden. Dafür braucht es
·      mehr Bäume, Schattenplätze und offene Wasserflächen, um die Stadt im Sommer zu kühlen.
·      eine bessere Planung neuer Siedlungen, um die Durchlüftung zu verbessern.
·      Vorbereitungen auf drohende Extremereignisse, die aufgrund des Klimawandels in Zukunft vermehrt auftreten könnten. Dazu gehören Hitzewellen, Dürren oder Epidemien.

 

Gesellschaft
Die Gleichstellung von Mann und Frau ist noch immer nicht erreicht. Die Stadt Dietikon muss dazu ihren Teil leisten:
·      Als Arbeitgeberin muss die Stadt darauf achten, dass «gleicher Lohn für gleiche Arbeit» überall in der Verwaltung eingehalten wird.
·      Diskriminierung beim Bewerbungsprozess ist inakzeptabel. Darum muss dieser sorgfältig kontrolliert werden.
·      Zudem muss die Stadt dafür sorgen, dass genügend Tagesschul- und Kitaplätze verfügbar und auch bezahlbar sind, um Frauen im Berufsleben zu unterstützen.
·      Um der Diskriminierung von queeren Menschen vorzubeugen, setzen wir uns für Workshops zu diesem Thema an den Schulen ein.
Dietikon als diverse Stadt soll eine Vorreiterrolle in der Integration übernehmen. Diskriminierung gegen Ausländer*innen, Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit zerstören den Zusammenhalt der Gesellschaft. Wir setzen uns insbesondere für eine bessere Sensibilisierung von Racial Profiling bei der Polizei ein. Ausserdem soll die Stadt vermehrt den Kontakt zu den verschiedenen Religionsgemeinschaften suchen. Dies gilt insbesondere für die grosse muslimische Gemeinschaft.

 

Generationen
Wir setzen uns ein für eine Stadt, die generationenübergreifend denkt und handelt. Dafür sollen Lernplätze für Studierende zur Verfügung gestellt werden (z.B. in der Bibliothek), der öffentliche Raum soll altersgerecht sein. Dazu gehören sichere Schulwege und Wohnstrassen genauso wie rollatorgängige Strassenüberquerungen.
Beim Wohnen sollen generationenübergreifende Formen gefördert werden. Allgemein muss das Angebot an Alterswohnungen weiter erweitert werden und insbesondere bezahlbarer werden. Um eine Segretation zwischen Alt und Jung zu vermeiden, fordern wir dafür ein Konzept, an dem sich die Stadt in Zukunft orientieren soll.

 

Soziales
Auch Familien mit geringem Einkommen sollen sich ausserfamiliäre Betreuung leisten können. Städtische Angebote wie die Tagesschulen müssen darum bezahlbar sein. Ausserdem müssen genügend subventionierte Kitaplätze vorhanden sein.
Das System der Vertreibung von unerwünschten Sozialhilfebezügern zur Senkung der Quote ist unserer Stadt unwürdig.
Die Kulturlegi soll in den städtischen Angeboten gültig sein und von der Stadt beworben werden.

 

Integration
Das Integrationsleitbild der Stadt wurde 2006 erstellt. Wir fordern eine Überarbeitung.
Fast die Hälfte der Dietiker*innen hat keinen Schweizer Pass und ist somit von der direkten Demokratie ausgeschlossen. Sobald vom Kanton ermöglicht, soll das Ausländerstimmrecht auf kommunaler Ebene eingeführt werden. Bis dahin sollen Partizipationsmöglichkeiten ausgebaut werden, damit die gesamte Bevölkerung Einfluss auf die städtische Entwicklung hat.

 

Schule und Bildung
Dietikons Schulen leisten grossartige Arbeit in der Integration und Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler. Damit das so bleibt und auch mehr wahrgenommen wird, müssen wir
·       Tagesschulstrukturen weiter ausbauen.
·       modernen und qualitativen Schulraum zur Verfügung stellen.
·       die Schulsozialarbeit weiter ausbauen.
·       die Kommunikation nach aussen verbessern.
Um die Chancengleichheit zu erhöhen, muss ausserdem die Frühförderung aufgestockt werden. Jeder dort investierte Franken kommt später mehrfach zurück.
Die enorm wichtigen Brückenangebote wie etwa die Berufswahlschule Limmattal müssen beibehalten werden.
Auch Weiterbildungsangebote für Erwachsene wie die Volkshochschule sollen weiterhin gefördert werden.

 

Kultur und Freizeit
Das Kulturleben in Dietikon muss weiter ausgebaut und unterstützt werden. Neben den bestehenden Orten und Formaten sollen auch neue Projekte initiiert oder unterstützt werden wie zum Beispiel das Hip-Hop-Festival «under de Brugg».
Kunst am Bau muss Standard bei jedem städtischen Gebäude sein. Es soll ausserdem ein Inventar der bestehenden Kunstwerke erstellt werden.
Räume für Freizeitaktivitäten sollen geschaffen und gefördert werden.

 

Stadtmarketing
Dietikon verkauft sich unter Wert. Dabei ist Dietikon eine attraktive Stadt. Dies muss besser kommuniziert und klar gemacht werden. Attraktionen wie das Limmatbööteln sollen gefördert und nicht verteufelt werden. Die Veranstaltung eines Stadtfests oder die Unterstützung der Phänomena sind gute Ansätze.

 

Finanzpolitik
Hohe Steuern sind vertretbar, wenn die erhaltenen Leistungen auch stimmen. Will man die Steuern senken, darf das nicht zu einem Leistungsabbau führen.
Niemand soll vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden. Die Preise für Leistungen der Stadt (Bibliothek, Schwimmbad, Hort, Tagesschule, etc.) müssen darum bezahlbar sein.

 

 

Dietikon, 20. Oktober 2021, SP Dietikon